Die Überlegung: Welche Rasse?
Die Überlegung, einen Hund anzuschaffen, stand schon lange im Raum. Folgende Rassen kamen uns dabei in den Sinn:
- Pocket Beagle
- Dackel
- Border Collie
Pocket Beagle und Dackel fielen recht schnell raus – beide Rassen sind weder nachbarschaftsfreundlich (laut) noch leicht zu erziehen. Insbesondere der Dackel ist eher ein Hund für erfahrene Halter. Der Collie war noch im Rennen, bis uns bei einem Spaziergang ein Hund begegnet ist, den wir wunderschön fanden. Auf Rückfrage erfuhren wir: Es ist ein deutscher Boxer.
Was uns am Boxer überzeugt hat
Nach diesem Spaziergang haben wir uns in die Tiefen des Internets gestürzt. Folgende Eigenschaften haben uns am meisten überzeugt:
- Familienhund und loyal
- Verspielt und intelligent
- Furchtlos und freundlich
- Selbstbewusst und ausgeglichen
- Wachsam und lustig
Die Entscheidung fiel nicht schwer. Wir holten uns die Zustimmung unseres damaligen Vermieters und machten uns auf die Suche nach einem passenden Züchter. Uns war klar: Wir wollten einen Boxer mit etwas längerem Fang. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht.
Gesucht und gefunden – nahe Ravensburg
Nach Foren, dem Boxerverein München (dem ältesten seiner Art) und diversen Plattformen wurden wir fündig bei einem privaten Züchter nahe Ravensburg. Er hatte genau das, was wir suchten: Boxer ohne zu kurzen Fang, reinrassig, sehr sympathisch in der Kommunikation und preislich nicht im Bereich eines gebrauchten Kleinwagens.
Nach vielen Telefonaten und ausgetauschten Fotos konnten wir uns für einen Welpen entscheiden. Als wir dann vier Wochen nach der Auswahl nach Ravensburg fuhren, war die Aufregung riesig – die ganze Autofahrt war getränkt in Glücksgefühlen.
Erster Kontakt
Angekommen – irgendwo am Ende der Welt hinter Ravensburg – waren wir die Ersten an diesem Besuchstag. Das Gewusel im Welpenstall, der Geruch, die Gefühle... Inzwischen weiß ich: Zwischen Hund und Mensch entsteht tatsächlich etwas dem Eltern-Kind-Gefühl Ähnliches – der sogenannte „Oxytocin-Regelkreis". Seit ich das weiß, komme ich mir nicht mehr ganz so doof vor, wenn ich unser Baby betüddel.
Tag der Abholung – und der Nachbarschaftskonflikt
Die vier Wochen bis zur Abholung vergingen im Fluge – auch weil wir nach dem ersten Besuch erfahren hatten, dass unser direkter Nachbar Angst vor Hunden hat und sich nun gegen die Anschaffung sperrte. Neben einem beginnenden Rechtsstreit haben wir alles an Vorbereitung getroffen: von der Krankenversicherung bis zum Kuscheltier.
Als es dann so weit war, sprang Elly ihrem Frauchen sofort auf den Arm (versuchte es zumindest). Wir fuhren jedoch nicht direkt nach Hause – sondern zu unserem Campingplatz. Wir wollten Elly am ersten Wochenende eine gute Zeit schenken, kein Ankommen in einem Haus, wo es Menschen gab, die sie nicht wollten.
Elly, 9 Wochen – die ersten Stunden
Am Campingplatz durfte Elly erstmal alles beschnuppern – und war ziemlich schnell ziemlich müde. Hervorragend hat bereits in der ersten Nacht die Stubenreinheit geklappt: Sie hat sich ca. alle 2 Stunden in ihrer Box bemerkbar gemacht. Ja, das ist eine Herausforderung. Aber eine schöne.
Elly kommt heim – und ein neues Leben beginnt
Der Nachbarschaftskonflikt eskalierte weiter (das Gartentörchen wurde mit einem Fahrradschloss versperrt – wer macht sowas?), aber wir fanden immer eine Lösung. Irgendwann konnten wir eine neue Wohnung beziehen – und erst dann begann das wirkliche, unbeschwerte Zusammenleben mit Elly.
Zur Hundeschule gingen wir bei Iris Deuber DOGS (nach dem Konzept von Martin Rütter) – eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben.
Unser Tipp für Welpenbesitzer
Klärt die Wohnsituation und eventuelle Nachbarschaftsprobleme unbedingt vor der Anschaffung. Und: Eine gute Hundeschule von Anfang an zahlt sich hundertfach aus.
Ellys Geschichte – und alle, die noch kommen
Mit PawCare haltet ihr alle Meilensteine, Impfungen und besonderen Momente eures Hundes fest – von Welpe bis Senior.
Dies ist unsere persönliche Geschichte – jede Familiensituation ist anders. Klärt rechtliche Fragen rund um Tierhaltung im Mietverhältnis am besten vorab mit einem Anwalt oder Mieterverein.