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Gesundheit4 Min.·01. Februar 2024

Die häufigsten Krankheiten beim Hund – ein Überblick

Allergien, Ohrenentzündung, Flöhe, Zecken, Würmer, Diabetes, Pyodermie, HD und mehr: Was jeder Hundehalter über die häufigsten Erkrankungen wissen sollte.

Die häufigsten Krankheiten im Überblick

Hunde sind robust – aber nicht unverwundbar. Diese Erkrankungen begegnen uns Hundehaltern am häufigsten, und wer sie kennt, kann früher reagieren.

1. Allergien

Etwa 10 % aller Hunde leiden an einer oder mehreren Allergien. Die drei häufigsten Formen sind Futtermittelallergie, Atopie (Umweltallergie) und Flohspeichelallergie. Hauptsymptom ist immer Juckreiz. Der Boxer ist übrigens für die Atopie rasseprädisponiert.

2. Ohrenentzündung (Otitis)

Besonders Hunde mit Schlappohren sind gefährdet, da der Gehörgang schlecht belüftet wird. Typische Anzeichen: Kratzen am Ohr, Kopfschütteln, Geruch. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung auf das Mittel- und Innenohr ausweiten.

3. Flöhe

Flöhe sind nicht nur lästig – sie können auch als Zwischenwirt für Bandwürmer dienen. Wichtig: Nicht nur den Hund behandeln, auch die Umgebung (Decken, Teppiche, Sofa).

4. Zecken

Zecken können FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose übertragen. Tägliche Kontrolle nach Aufenthalten in der Natur ist Pflicht. Für Hunde gibt es Impfungen gegen Borreliose.

5. Würmer

Spulwürmer, Bandwürmer, Hakenwürmer, Herzwürmer – Würmer sind häufig und können gefährlich werden. Regelmäßige Entwurmung (nach Tierarzt-Empfehlung) ist der beste Schutz.

6. Diabetes mellitus

1 von 100 Hunden erkrankt an Diabetes. Symptome: häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, starker Durst. Mit konsequenter Insulintherapie gut behandelbar.

7. Pyodermie (Hautinfektion)

Eine bakterielle Hauterkrankung, die häufig als Folge von Allergien auftritt. Krusten, Rötungen, Schuppen und Juckreiz sind typische Anzeichen. Behandlung mit Antibiotika, manchmal über mehrere Wochen.

8. Hüftgelenksdysplasie (HD)

Betrifft vor allem größere Rassen. Die Gelenke entwickeln sich nicht korrekt, was zu Schmerzen und eingeschränkter Bewegung führt. Welpen sollten daher maximal 5–10 Minuten pro Lebensmonat belastet werden.

Achtung bei Welpen

Zu viel Belastung in der Wachstumsphase kann die Gelenke dauerhaft schädigen. Keine Treppenrennen, keine langen Joggingrunden mit dem Welpen!

9. Grauer Star (Katarakt)

Die Augenlinse trübt sich ein, was zu Sehverlust führt. Kann als Folge von Diabetes auftreten oder altersbedingt entstehen. Operativ behandelbar.

10. Tumore und Lipome

Vor allem ältere Hunde entwickeln gutartige Fettgeschwülste (Lipome). Bösartige Tumore kommen ebenfalls vor. Regelmäßige Abtastung beim Tierarzt hilft, Veränderungen früh zu entdecken.

Mein Motto

Lieber einen Tierarztbesuch zu viel als einen zu wenig. Und eine gute Krankenversicherung früh abschließen – bevor Diagnosen gestellt werden, die dann ausgeschlossen werden.

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Dieser Überblick ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Erkrankung immer zuerst zum Tierarzt.

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